HALO

PHILEAS: Forschungsflugzeug HALO untersucht den Transport von Treibhausgasen und Aerosolen

In diesem Video wird die Forschungskampagne PHILEAS (Probing High Latitude Export of Air from the Asian Summer Monsoon) vorgestellt, die im Sommer 2023 von einem Team von Atmosphärenforscher:innen durchgeführt wird. Die Kampagne zielt darauf ab, den Transport von verschmutzten Luftmassen aus dem asiatischen Monsun in Südostasien bis in die untere Stratosphäre über Europa zu untersuchen und seine Auswirkungen auf das globale Klima und Wetter zu verstehen.

Das Forschungsteam, geleitet vom Forschungszentrum Jülich und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, hat für diese Untersuchungen spezielle Messflüge mit dem Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) unternommen. Das Flugzeug kann bis in 15 Kilometer Höhe aufsteigen und ist mit innovativen Instrumenten ausgestattet, darunter das Infrarotspektrometer GLORIA, das dreidimensionale Messungen von Temperatur, Wolkenparametern und Spurengasen in der Atmosphäre ermöglicht.

Zusätzlich zur Monsunregion liegt ein weiteres Ziel der Untersuchungen auf den verheerenden Waldbränden in Kanada, die ebenfalls Einfluss auf die Stratosphäre haben können. Die Forscher:innen nutzen die Möglichkeit, die Auswirkungen dieser Brände auf die Zusammensetzung der Atmosphäre in höheren Höhen zu untersuchen.

Das PHILEAS-Projekt wird von mehreren deutschen Forschungseinrichtungen unterstützt, darunter das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig (TROPOS), das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz sowie die Universitäten Frankfurt und Wuppertal. Die wissenschaftlichen Flüge werden von einem großen Team von etwa 70 Personen begleitet.

Das Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) ist eine Gemeinschaftsinitiative deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen. Gefördert wird HALO durch Zuwendungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Leibniz-Gemeinschaft, des Freistaates Bayern, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), des Forschungszentrums Jülich (FZJ) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das DLR ist zugleich Eigner und Betreiber des Flugzeugs.

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